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Freitag, Februar 23, 2024

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Das kommt 2023 auf den Handel zu

Wie wird das Jahr 2023 für den Schweizer Handel? Welche Rolle werden Chatbots spielen? Wird der Onlinehandel weiter wachsen? Und was erwartet die Heimelektronik-Branche? Diese und weitere Fragen beantworten Expertinnen und Experten von Carpathia.

Mit dem neuen Jahr kommen die ersten Prognosen für den Handel. Dazu, was 2023 für Schweizer Onlineshops und stationäre Händler bereit hält, machten sich auch Expertinnen und Experten in einem Blogbeitrag von Carpathia Gedanken. Sie kamen zu folgenden Schlüssen:

Der Onlinehandel soll 2023 wachsen. Zwischen 5 und 10 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr sagen die Experten voraus. Die Kategorien Fashion und Health sollen dabei überdurchschnittlich zulegen.

Martin Egli von Carpathia erwartet die ersten E-Commerce-Chatbots, die der Kundschaft einen tatsächlichen Mehrwert bieten und bei der Produktwahl unterstützen. Zudem soll sich E-Commerce weiter über das Internet of Things (IoT) ausbreiten und unter anderem Vernetzung mit intelligenten Mobilitätslösungen ermöglichen. Weiter werde die Bedeutung von Social Commerce – laut Egli zu Ungunsten von grossen und unpersönlichen Produktportfolios – zunehmen.  

Kampf um Aufmerksamkeit im Onlinehandel

Ausserdem erwartet die Onlinehändler ein Kampf um Aufmerksamkeit. Patrick Kessler, Präsident des Handelsverband.Swiss, sagt im Carpathia-Blog, dass das digitale Buhlen um das Interesse der Kundschaft steigen wird. Im Normalfall sei das für Unternehmen mit höheren Kosten für zielgruppengerechte Ansprache verbunden. Als Beispiele stehen hier Google Ads oder das Ausspielen von Werbung auf sozialen Medien. 

Wie E-Commerce-Experte Malte Polzin sagt, wird Amazon in der Schweiz stark wachsen und auch Galaxus soll „noch mächtiger werden“. Das hat einen negativen Einfluss auf andere Onlinehändler. Sie werden laut Polzin Federn lassen müssen. Stationär werde es weitere Pleiten geben.   

Filialschliessungen bei grossen Namen

Vor diesen wird auch die Heimelektronik-Branche nicht verschont bleiben. Laut David Morant von Carpathia kommt es in der Branche zu einer Konsolidierung mit einschneidenden Filialschliessungen bei grossen Namen.

Dieses Jahr werden Unternehmen Projekte, die nicht erfolgreich sind, rigoros einstellen, zeigt sich Alexandra Scherrer von Carpathia überzeugt. Das sei eine Konsequenz der getrübten Konsumentenstimmung. Aus Sicht der Expertin, gewinnt der Einsatz von KI fürs operative Geschäft dank dem Hype rund um ChatGPT und Lensa AI an Aufmerksamkeit. Ernüchterung setzt dagegen bei den Themen Metaversum und Social Commerce ein. Ausserdem würden Authentizität und Kreativität in der Kundenansprache noch wichtiger. „Der Weg weg vom alten ‚conversion-getriebenen Ansatz‘ hin zum ‚purpose-driven Ansatz‘ geht einher mit einem Generationenwechsel im E-Commerce“, sagt Scherrer im Blogbeitrag.

Sourcecetoday

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