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Freitag, Februar 23, 2024

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Shopping-Tempel «Dreiländergalerie» als Magnet für Schweizer

In Weil am Rhein (D) öffnet am Donnerstag die Dreiländer-Galerie. Ein Super-Center mit 16'500 Quadratmeter Einkaufsfläche, 12 Restaurants und 70 Läden. Das Zielpublikum: Einkaufstouristen aus der Schweiz.

Nur wenige Meter hinter der Grenze zu Deutschland tut sich Grosses. Am Donnerstag wird in Weil am Rhein (D) die Dreiländer-Galerie eröffnet. Ein Super-Einkaufscenter mit einer Fläche von 16’500 Quadratmetern, 70 Läden und 12 Restaurants. Auf sieben Stockwerken, samt Parkhaus mit 560 Parkplätzen. Die kosten pro angefangener Stunde 1,80 Euro. Der maximale Tagessatz beläuft sich auf 18 Euro fürs Parkieren.

Eines ist schon vor der Eröffnung klar. Die Dreiländer-Galerie wird nicht nur dem 500 Meter entfernten Basler Einkaufscenter Stücki-Park, das nie so richtig in die Gänge gekommen ist, Kundinnen und Kunden wegschnappen. Auch die Läden in der Basler Innenstadt werden die neue Konkurrenz spüren.

«Der tiefe Euro freut uns»

Denn die Dreiländer-Galerie ist von Basel aus mit dem Tram zu erreichen. Und bietet ähnliche Geschäfte, wie es sie in der Innenstadt gibt. Etwa Abercrombie & Fitch, Peek & Cloppenburg, Alnatura oder Lindt. Und das erst noch zu aktuell rekordtiefen Euro-Preisen.

Der Zeitpunkt der Eröffnung ist nicht nur wegen des Währungsvorteils günstig. Die Kaufkraft des Frankens ist so hoch wie nie: Ein Euro ist derzeit nur noch 95 Rappen wert. 

«Dass der Euro so tief ist wie noch nie, freut uns natürlich sehr», sagt Andreas Thielemeier (62), Leiter der Dreiländer-Galerie, zu Blick. «Zudem spielen uns der Start der Herbst-Winter-Saison und das anstehende Weihnachtsgeschäft in die Karten.»

Zwei Jahre Verzögerung

150 Millionen Euro hat der Bau gekostet, wie deutsche Medien berichten. Budgetiert waren ursprünglich 80 Millionen. Die Corona-Krise hat die Bauzeit verlängert und die Eröffnung um zwei Jahre verzögert. «Die Produktivität wurde durch die Corona-Auflagen stark beeinträchtigt», erinnert sich Thielemeier. Zudem machten ihm verlängerte Lieferfristen, mangelnde Fachkräfte und steigende Preise zu schaffen. 

Kunden aus Zürich und Bern

Der Einkaufstourismus war während der Corona-Krise wegen Grenzschliessungen und strikter Maskenpflicht praktisch eingeschlafen. Das ging ins Geld. Geld, das nun vor allem Schweizerinnen und Schweizer ennet der Grenze wieder vermehrt ausgeben sollen.

Aus Basel ist das Shoppingcenter in 15 Minuten erreichbar. Aus Zürich und Bern mit dem Auto in einer Stunde. «Es wäre schön, wenn bei der Fahrt in den Europa-Park für alle Schweizer ein Shoppingbesuch in der Dreiländer-Galerie zum fixen Programm gehören würde», hofft Thielemeier. 

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