17.7 C
Basel
Montag, Mai 27, 2024

Buy now

spot_img

Zukunftsmarkt Indien: Apple Retail Store öffnet in Mumbai

Apple will in Indien künftig nicht nur groß produzieren, sondern auch mehr verkaufen. In Mumbai geht nun ein Flaggschiff-Laden des Konzerns an den Start.

Apple wird demnächst seinen allerersten offiziellen Apple Retail Store in Indien an den Start bringen. Apple BKC befindet sich im Bandra Kurla Complex in Mumbai, der größten Stadt des Subkontinents. Dem iPhone-Hersteller zufolge öffnet der Laden „in Kürze“. Der Konzern hatte zuvor viele Jahre versucht, eine Retail-Präsenz in Indien zu etablieren, was aber aufgrund staatlicher Vorgaben zunächst gescheitert war.

Die Republic of India gilt für Apple als zentraler neuer Standort. Das gilt nicht nur für die Herstellung zentraler Produkte des Konzerns, wo Indien eines Tages China den Rang ablaufen könnte, sondern auch für den Verkauf von Hardware und Services an die ständig wachsende Mittel- und Oberschicht der Region. Apple sieht hier enormen Nachholbedarf, wie Konzernchef Tim Cook mehrfach in den vergangenen Jahren andeutete. All das erinnert an China, das vom Produktionsstandort zum zweit- bis drittwichtigsten Markt Apples hinter den USA geworden ist.

Apple BKC soll das repräsentieren. Es handelt sich um einen klassischen Flaggschiffladen des Unternehmens, mit einer Architektur, die an große Stores in New York, Peking oder Mailand erinnert. Die Verkaufsfläche liegt bei über 2000 Quadratmetern, Hunderte von Mitarbeitern dürften dort arbeiten. Angeblich soll auch Retail-Chefin Deirdre O’Brien zum Start des Ladens nach Indien kommen. Lokalen Medienberichten zufolge ist es im Mai so weit, nachdem es zuvor „mehrere Verzögerungen“ gegeben hatte.

Apple steckt zusammen mit seinen großen Fertigern wie Foxconn, Wistron, Luxshare oder Pegatron viele Millionen in den Produktionsstandort Indien. Das gilt für Zubehör wie AirPods ebenso wie für iPhones und andere Produkte. Auch für Mac und iPad gilt das Land als möglicher Standort. Apple übt dabei deutlichen Druck auf seine Lieferanten aus, den Übergang zu beschleunigen.

Die Probleme, die Apple in der Coronazeit in China zunehmend hatte, sind einer der Gründe für die Diversifizierung der Produktionskette. Lockdowns in Zhengzhou hatten Apple das Weihnachtsquartal verhagelt, weil es zu wenig iPhone-14-Pro-Modelle im Handelskanal gab. Vollständig ideal ist Indien als Herstellungsstandort allerdings nicht. So gibt es mehr Bürokratie als in China, Produktions- und Lieferketten muss Apple selbst etablieren und auch die Frage, ob genügend Arbeitskräfte angeworben werden können, ist unklar. Zuletzt versuchte Apple gar, die Arbeitsbedingungen Indiens an China angleichen zu lassen, was in ersten Provinzen gelang.

UPDATE06.04.2023 13:04 Uhr

Apple plant einem Bloomberg-Bericht zufolge in diesem Jahr erstmals bereits zum Verkaufsstart des iPhone 15 mit in Indien gefertigten Modellen auf den Markt zu kommen. Bis 2025 könnten im Idealfall bis zu 25 Prozent aller Apple-Smartphones vom Subkontinent stammen.

spot_img

Advertisement

spot_img
spot_img
spot_img